Mangalitza-Kontor

Mangalitza – das Wollschwein

Hinter diesem Begriff verbirgt sich die wohl älteste rein erhaltene europäische Schweinerasse. Diese urtümlichen Schweine haben mit unseren heutigen Hochleistungsschweinen nicht viel mehr wie den Namen „Schwein“ gemeinsam. Es handelt sich um ein Speckschwein, so wie es bis in die 1950er Jahre noch gewollt war. Fett war bis dahin wertvoller als Fleisch! Durch die sich dann entwickelnde Wohlstandsgesellschaft, die nur noch mageres Fleisch wollte, wurden die Wollschweine vergessen. Die Tierbestände gingen auf unter 200 Tiere zurück von einst Millionen. Erst seit Beginn der 1990er Jahre wurde man sich, vor allem im Stammland Ungarn, dessen bewusst und förderte dieses ungarische Kulturgut. Fachleute haben für den Erhalt gekämpft, heute ist wieder ein stattlicher Genpool vorhanden und sie erfreuen sich steigender Beliebtheit.
Die Wollschweinzucht in Deutschland verlief, entgegen der ungarischen, österreichischen und schweizerischen, eher im Verborgenen. Nicht nur, dass die drei verschiedenen Rassen, Blond, Rot und Schwalbenbauch, miteinander vermischt wurden, es wurden auch vermehrt die modernen Fleischrassen bzw. Wildschweine eingekreuzt. So haben wir heute in Deutschland einen doch sehr gemischten Tierbestand. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH e.V.) hat seit 2010 in einem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderten Infrastrukturprogramm versucht, die Wollschweinzucht in geordnete Bahnen zu lenken und ein Zuchtbuch zu erstellen. Dies ist inzwischen gelungen. Es wurden bisher 275 Züchter mit ca. 400 Zuchttieren ermittelt. Ca. 100 Züchter sind bereit, an dem Zuchtbuch mehr oder weniger aktiv teilzunehmen. 200 Zuchttiere konnten bisher datenmäßig im Zuchtbuch erfasst werden. (Informationen hierzu unter www.wollschwein-zuchtbuch.de)
Nicht jedes Schwein mit Wolle ist ein Wollschwein! Es gibt viele verschiedene Kriterien, die die Reinrassigkeit eines Mangalitza erkennen lassen. Dazu zählt auch die Qualität des Fettes und des Fleisches. Und damit sind wir beim eigentlichen Thema. Wer Wollschweinfleisch anbietet, muss auch dafür bürgen, dass es sich tatsächlich um Wollschweinfleisch handelt. Kreuzungen mit den sogen. „weißen Fleischrassen“ bieten sicher ein gutes Produkt, aber eben kein Wollschweinfleisch.

„Wo Wollschein draufsteht, muss Mangalitza drin sein“

Unsere Ziele – unsere Arbeit

Wir sind eine Gruppe von Wollschweinzüchtern aus dem Nordwestdeutschen Raum. Wir legen Wert darauf, dass die drei Rassen genetisch rein gezüchtet und erhalten werden. Kreuzungen zwischen den Rassen sind durchaus erlaubt, soweit die Nachzucht der Fleischproduktion dient. Es gibt zwar Qualitätsunterschiede bei den verschiedenen Wollschweinrassen, die sind aber relativ gering und nur labortechnisch nachzuweisen. Die Tiere werden bei uns nur in kleinen Stückzahlen und traditionell in Freiland- oder Auslaufhaltung gehalten.

Wir möchten mit unserer Organisation einen gewissen Qualitätsstandard festlegen und damit dem Verbraucher einige wesentliche Kriterien näher bringen. Jeder Einzelne von uns ist unabhängig und für sich selbst verantwortlich. Alle haben sich jedoch einem einheitlichen Zucht- und Maststandard verpflichtet, der hier im Einzelnen beschrieben wird.

  • - Wir garantieren Produkte von Original Wollschweinen. Es handelt sich definitiv um reinrassige Tiere bzw. um Kreuzungen zwischen den drei Rassen Blond, Rot und Schwalbenbauch. Einkreuzungen von sogen. "weißen Fleischrassen" sind ausgeschlossen.
  • - Die Tiere werden in der Regel im Alter von 12 bis 24 Monaten geschlachtet und haben ein Schlachtgewicht von ca. 60 bis 100 Kilogramm.
  • - Die Haltung der Tiere ist ein ganz wesentlicher Faktor für eine gute Fleischqualität. Unsere Tiere leben in Freiland- bzw. Auslaufhaltung und dürfen ihren ureigenen Instinkten folgen.
  • - Die Fütterung mit natürlichen, abwechslungsreichen Futtermitteln verschiedenster Art ist uns wichtig. Wir garantieren zwar keine BIO-Qualität, legen aber größten Wert auf unveränderte Produkte. Dazu gehören u.a. die klassischen, heimischen Getreidesorten, Saftfutter wie Kartoffeln und Rüben, Raufutter in Form von Gras, Silage, Heu.
  • - Die Schlachtung unserer Tiere erfolgt ortsnah. So bleiben den Tieren lange Transportwege erspart. Eine mögliche Weiterverarbeitung zu Wurst und Schinken erfolgt durch eine EU-zertifizierte kleine Metzgerei. Dies garantiert eine einheitliche, gleichbleibende Qualität.
  • - Aufgrund begrenzter Zuchttiere stehen Fleisch und weiterverarbeitete Produkte nicht ganzjährig und in unbegrenzter Menge zur Verfügung.
  • - Die von uns festgelegten Schlachttermine werden den eingetragenen Kunden rechtzeitig mitgeteilt. Fleischbestellungen werden nach dem Datum des Eingangs berücksichtigt.
  • - Wollschweine bekommen nur halb so viele Ferkel und benötigen mindestens die 3-fache Zeit zum Wachsen wie die modernen Rassen.
  • - Die Tierhaltung unserer Züchter und Mäster ist transparent, d.h. jeder der interessiert ist, kann sich die einzelnen Zucht- und Mastbetriebe persönlich ansehen und sich von den Haltungsbedingungen überzeugen.

Hier geht es zur Internetseite des Mangalitza-Kontor
http://www.mangalitza-kontor.de

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